Böhmische Dörfer

Nächste Termine:

21.&22. Januar 2022/ 20:30 Uhr @E-Werk Freiburg 

„Böhmische Dörfer“ ist eine autobiografische Auseinandersetzung der beiden Geschwister Carla Wierer und Leon Wierer mit dem Leben ihres Großvaters. Dieser kämpfte im zweiten Weltkrieg als Soldat in Stalingrad. 

Was könnte ihnen der junge Mann, den sie nur von einem Foto kennen, alles vererbt haben? Einen bestimmten Gang, eine besondere Art zu denken, Alpträume, oder den Granatsplitter, den er aus Stalingrad in seiner Schulter mitbrachte? Ihr Nichtwissen über ihren Opa und seinen undurchschaubaren Einfluss auf ihre Gegenwart, verstehen die beiden Performer*innen als Auftrag: Zuerst lernen sie Russisch, befragen Verwandte, durchstöbern in langen Nächten skurrile Foren und endlose Archive im Internet und nehmen schließlich das Publikum mit auf eine multimediale Recherchereise. Vom böhmischen Dorf Hammern, wo ihr Großvater aufwuchs, geht es in die russische Großstadt Wolgograd, die früher Stalingrad hieß. „Böhmische Dörfer“ ist der anarchisch einkreisende Versuch einer Annäherung an die eigene Familiengeschichte und deren Bedeutung für die Gegenwart. 

Von und mit:  Carla Wierer, Leon Wierer

Gefördert von:  Kulturamt der Stadt Freiburg 


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Das schreibt die Presse:

Mehr und mehr berühren und verquicken sich so Heute und Damals, immer mehr Farben und Facetten bekommen die Recherchen. (...) Dass daraus kein illustrierendes Erzähltheater wird, ist nicht nur den vielen kreativen Ideen zu verdanken, die Infos, Gedanken und Gefühle mal analog, mal medial in Szene setzen. Es ist die Musik, die berührt: So spielt Carla Wierer auf Opas Mundharmonika, zupft Böhmisches auf der Zither, singt russische Gänsehaut-Lieder. Worum geht es hier? Um Vergebung, Erlösung vom Trauma? Oder um eine gute Geschichte? Zum Glück um beides!

(Marion Klötzer/ Badische Zeitung, 18.06.2021)